Funpics.to
- Weihnachten -
In einem Land vor unserer Zeit Ja, es gab ein mal ein Land vor unserer Zeit, da ritten die Prinzen auf dem Pferd und hoben ihre Prinzessin in den Sattel. Heute nennen sie sich Gentlemen und befürchten, sich beim aufhalten der Tür einen Bruch zu heben. Die Prinzessinnen heißen Emanzen und klagen ständig darüber auf der falschen Erbse zu sitzen. Mit Schwert und Lanze zogen die Ritter in ferne Länder um das Herz der Geliebten zu erobern. Nun ja, ich weiß dass ein Porsche viel bequemer gewesen wäre, aber so ein wenig Romantik ist ja auch nicht schlecht. Viele Tage und Wochen waren sie unterwegs, um in das schöne Antlitz ihrer Herzensdame zu blicken. Ha, sie wussten noch nicht, dass man in sekundenschnelle erfahren kann wie ein Frosch aussieht. Damals hat man den Prinzessinnen schon von weitem angesehen, wenn's im Oberstübchen haperte, denn sie waren über und über mit Pech beschmiert. Der Mut der edlen Ritter war landesweit bekannt, denn unerschrocken traten sie allen Gefahren entgegen und kämpften tapfer um das Herz ihrer Liebsten. Gott sei dank gibt es jetzt Computer, da kann man sich so schön hinter dem Bildschirm verstecken *gg* und man muss auch nicht mehr den Mund öffnen um "Ich liebe dich" zu sagen. Nein stellt euch vor, dafür gibt es doch so niedliche Bildchen *smile* und vor allem den virtuellen Kuss !!! So viel Zärtlichkeit ist kaum zu ertragen, her mit der Rüstung! Gut, hat ja auch seine Vorteile, denn schon ein huldvoller Griff nach der Hand der Angebeteten zog sofort Konsequenzen nach sich. Wenn der Schuh gepasst hat, ohne dass die Hacke blutete, war der Recke fällig. Mom, muss schnell mal meine Schuhe zählen gehen, vielleicht kann ich unter der Vielzahl den richtigen finden .... Schauen wir doch mal in die noblen Behausungen, welche sich Ritterburg nannten. Nicht zu verwechseln mit unseren Bunkern, die manchmal Tiefgarage heißen. In der Aula, äh Verzeihung, im Rittersaal standen riesige Tische aus edlem Gehölz, an denen die Damen und Herren gemeinsam lustvoll speisten. Und ich wundere mich immer, warum ich ständig allein sitzen muss. Mein Tisch ist viel zu klein und die Presspappe zu schwach. In den Kaminen prasselte anheimelnd ein Feuer und zarte Harfenklänge schmeichelten den Damen. Dies hatte den Vorteil, dass weder Wärme aus der Ferne, noch Kopfhörer benötigt wurden. Messer waren in jener Zeit rar, deshalb schnitt der Herr seinem edlen Fräulein Häppchen und fütterte sie liebevoll. Hört, hört, er benutzte es nicht, um sie zum schweigen zu bringen! Draußen in den Ställen standen die Esel und spuckten Gold (ich glaube Esel gibt es heute noch). Die Pferde hatten 1 PS und das Gackern der Hühner war damals auch nicht leiser, manchmal fand auch ein blindes Huhn einen Hahn. In den Gesindeunterkünften saßen die Mägde am Spinnrad und spannen oder sponnen? Jedenfalls gab es da jede Menge Stroh, aber ob die Geschichte mit dem Gold auch wirklich stimmt? Die Knechte gingen ihrer ungeregelten Schufterei nach und warfen ab und an mal ein Auge auf die prallen Brüste der Mägde. Apropro, wo wir schon mal beim Thema sind. Es wäre sicher interessant zu erfahren, was sich denn nachts in diesen herrlichen Himmelbetten zugetragen hat. Bevor ich jedoch zu den himmlischen Betten und deren Nachtleben komme (was außer schlafen sollte man da auch tun) muss ich euch noch von den wild gewordenen Zwergen erzählen, die ständig ihren Knüppel aus dem Sack holten. Gemeinsam mit den Jägern und Sammlern waren sie eifrig bemüht, den Friedhof der Jungfrauen gegen den Angriff der edlen Ritter zu verteidigen. Genauso wie heute die Popp-Stars Strich-Bücher führen, zählten die Zwerge mit ihrer Rechentafel die Anzahl der gläsernen Särge. Dies begründet auch den stetig ansteigenden Wasserpegel im Laufe der Jahrhunderte. Doch weil sie diese ständige Bettelei nach Talern absolut nervte, kehrten die Zwerge, Jäger und Sammler ab und an auch mal ins Hexenhaus ein, um sich im Kampf mit Lanzen und Speeren zu üben. Stets hielt die Wirtin ihre Tore weit offen, gewährte Einlass in ihre Vorhalle und bot den Genuss ihrer Ware an. Jetzt muss ich doch echt grübeln, wo dieses super Paradies zu finden wäre? Gelbe Seiten, Telekom-Auskunft-Platz oder AOL "Bin ich schon drin?" Ähnlich wie im Ballermann 6 wurden in den Ritterburgen auch große Feste gefeiert. Unter Aufsicht der Burgherrin wurde tagelang gebrutzelt, gebacken, gekocht, geputzt und geschrubbt. Warum hat ihr keiner verraten, dass ein kurzer Anruf ausreichend gewesen wäre und der Party-Service hätte alles in Null Komma Nix erledigt. Im gesamten Burghof herrschte hektische Betriebsamkeit wie in einer Bahnhofshalle. Minnesänger, Schauspieler und Gaukler hielten Einzug. In den Kemenaten wurden die holden Damen gefärbt, bemalt und verkleidet. Nein, nein, kein Faschingsfest .. Ich glaube man nennt es WEIHNACHTEN